Pfarrer Gerold Rosenthal seit 40 Jahren in Schuld


DR. Eine Überraschung für ihren beliebten Pfarrer hatten die Pfarrangehörigen von Schuld für den 1. Dezember vorbereitet. Der katholische Geistliche war an diesem Tag exakt 40 Jahre in Schuld, als Pfarrer der Pfarrkirche St. Gertrud. Da ließen es sich Ortsbürgermeister Jürgen Hecken und viele Vereine nicht nehmen, am frühen Abend vor dem Pfarramt ein musikalisches Stelldichein zu geben, mit Gesang und Musik zu gratulieren und ein paar Geschenke zu überreichen. Der Kirchenchor St. Cäcilia war vertreten, dessen Präses der Pfarrer ist, die Freiwillige Feuerwehr, das Tambourcorps Germania Schuld 1933, das Blasorchester Insul, die Schützenbruderschaft St. Hubertus, die Vereine teils uniformiert, teils mit Fahne. Und natürlich waren Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat vertreten.

Ortsbürgermeister Hecken und die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Resi Weiler, hielten eine Rede auf den Jubilar, der ob des großen Aufgebotes nicht schlecht staunte. Jürgen Hecken erinnerte sich an einen schönen Wintertag des Jahres 1968, eben den 1. Dezember, als man im Festzug vom damaligen "Hotel zum Ahrtal" zur Pfarrkirche ging, die bis auf den letzten Platz gefüllt war. Ein Lebenswerk habe Pfarrer Gerold Rosenthal in Schuld vollbracht, bislang war kein Pfarrer, so die Kirchenchronik, so lange Pastor in Schuld gewesen. Er habe das kirchliche Leben in der Pfarrei geprägt, so hieß es weiter, neben seelsorgerischer Tätigkeit habe Gerold Rosenthal, gebürtiger Siegerländer, insbesondere in der Jugendarbeit und im kulturellen wie im baulichen Bereich Akzente gesetzt. Seien es der Friedhof oder die Errichtung des Pfarrzentrums, sei es die Errichtung des Kindergartens und die Übernahme der kirchlichen Trägerschaft oder der Teilneubau von Kirche und Pfarrheim gewesen, überall hatte Gerold Rosenthal die Initiative gesetzt und maßgeblich an der Verwirklichung mitgewirkt. Die Tradition der Prozessionen zur Schornkapelle habe er aufrecht gehalten, die Passions- und Osterspiele in Schuld wurden von ihm nachdrücklich gefördert. Dies alles und manches mehr bleibt mit dem Namen und der Persönlichkeit Gerold Rosenthal verbunden.

"Tatkraft, Zielstrebigkeit und Ausdauer", so Resi Weiler, zeichneten den Pfarrer aus, "ebenso Einfühlungsvermögen und Mitgefühl". Keine Arbeit sei dem rührigen Pfarrer zuviel, auch jetzt nicht, wo er eigentlich schon im Ruhestand sein könnte. Seine Gottesdienstgestaltung sei immer ansprechend und kurzweilig gewesen. Dies alles wisse man sehr wohl zu schätzen, hieß es, man sei dem Pfarrer sehr dankbar für das, was er geleistet hat.

Die Vereinsvorsitzenden der anwesenden Vereine, Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat dankten herzlich, übergaben Präsente. "Von Herzen alles erdenklich Gute, vor allem Gesundheit und Gottes Segen auf dem weiteren Lebensweg" wünschte man dem Jubilar. "Gott möge Dich schützen und Dir weiterhin die Kraft geben, als "unser Herr Pastor" und lieber Mensch in den Pfarreien zu wirken. Wir sind froh, daß wir Dich haben, paß’ gut auf Dich auf!" hieß es in sehr persönlichen Worten.

Pfarrer Gerold Rosenthal dankte allen sehr herzlich für den schönen Empfang, er ging auf einige Begebenheiten während der 40 Jahre ein, erinnerte sich einiger netter Anekdoten, und versprach seinerseits weiterhin ein guter und engagierter Pfarrer sein zu wollen.

Bei einem Buffet und Umtrunk, vom Pfarrgemeinderat vorbereitet, verbrachte man noch einen fröhlichen Abend im Pfarrgemeindesaal. Unter den Geschenken war ein alter Stich, der Schuld zeigte, ein weiterer aus dem Siegerland.